Von bewegten Skulpturen zu Bionic Robots - Kunst, Design und Wissenschaft von Mario Wingert

Willkommen im Human Robotx Design Studio. Werfen Sie einen Blick in die Zukunft: Kunst, Design, Wissenschaft und Technologie verschmelzen zu einer neuen Symbiose.

Computergesteuerte generative Fertigungsverfahren verändern die Art, etwas herzustellen, auf revolutionäre Weise. Als Künstler und Designer erforsche ich diese Möglichkeiten bereits seit 1994. Während Bildhauer ihre Skulpturen seit tausenden von Jahren aus dem vollen Material herausarbeiten (Ton, Lehm, Holz und Stein), entsteht hier etwas Neues: Fraktale geometrische Strukturen mit hoher Komplexität, die auf generative Weise mit High-Tech realisiert werden.

Meine Skulpturen bestehen aus zweidimensionalen Flächen, die sich in verschiedenen Raumrichtungen gegenseitig orthogonal durchdringen und ganzheitliche, komplexe räumliche Strukturen bilden. Bei diesen Strukturen gibt es kein Innen und Aussen mehr, sondern nur noch Oberflächen, die immer im Kontakt mit der Umwelt stehen. Bewegliche Platten-Gelenkverbindungen führten dann zur Vision von bewegten Skulpturen, die bildlich gesprochen vom Sockel steigen können. Und dieser Ansatz führt direkt zur humanoiden Robotik, in der sich künstlerische, wissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Disziplinen zu einer neuen Bionik-Technologie vereinen.

Inspiriert wurde dieser strukturell-geometrische Ansatz auch von der Strukturbildung in der Natur, der einfache und erkennbare Naturprinzipien zugrunde liegen müssen. Das ist mein Credo: Komplexität folgt einfachen Prinzipien. Diese Prinzipien zu entdecken, zu erkunden, zu verstehen, künstlerisch darzustellen und auch mit neuen Technologien zu beherrschen, ist das Ziel meines Design- und Forschungsprogramms.

Ein weiteres Ziel meiner Arbeit war und ist, die moderne Physik als Grundlage unseres Natur- und Realitätsverständnisses widerspruchsfrei und anschaulich zu interpretieren. Das gilt seit 90 Jahren (!) als unmöglich, ist also ein ungeklärtes wissenschaftliches Problem. Meine wichtigste Erkenntnis in diesem Zusammenhang, die unser wissenschaftliches Weltbild tatsächlich revolutionieren könnte, ist die Entdeckung ganzheitlicher Teilungs- und Verschmelzungsprozesse in den Schlüsselexperimenten der Quantenphysik. Das sind strukturbildende Teilungsprozesse wie Zellteilungen und Verzweigungen in der Biologie (!), die nun auch die Beschaffenheit von Materie und Feldern in der Physik charakterisieren.

Dieses neue physikalische Prinzip der Feldverzweigung und lokalen Wiedervereinigung gilt auch für einzelne Lichtquanten, Elektronen oder Atome. Folglich falsifizieren die Experimente (Doppelspalt, partielle Reflexion und Polarisation) die 2500 Jahre alte Atomos-Hypothese und alle Teilchenvorstellungen, und zwar klar und eindeutig. Das erfordert einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Physik, die noch immer auf atomistischen, wenn auch feldartigen Teilchenvorstellungen beruht, und in allen Naturwissenschaften.

Das ist nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick erscheint: Das gescheiterte Atomos-Paradigma (atomos - das Unteilbare) kann problemlos durch Zellteilungs- und Verzweigungsprozesse von Feldern, Molekülen, Gasen und Fluiden ersetzt werden, was direkt zu einer Molekularphysik ohne Atome führt. Das bedeutet, dass die Molekülhypothese Avogadros, die empirischen Ergebnisse der Chemie - insbesondere der chemischen Reaktionen - und das Periodensystem der Elemente weiterhin gültig bleiben. Wir können die Natur also auch ohne Atom- und Elementarteilchenhypothese erklären, ohne dabei die Bodenhaftung (den Kontakt zur Realität) zu verlieren. Das Naturprinzip der ganzheitlichen Teilung und Verzweigung löst das Interpretationsproblem der Quantentheorie und das Problem der "Messung", ermöglicht ein neues Verständnis der wahren Beschaffenheit der Realität und vereinigt Physik, Chemie und Biologie auf einer gemeinsamen physikalischen Grundlage. Das könnte der Kickstart zu einer neuen wissenschaftlichen Revolution sein.